{"id":1977,"date":"2017-02-23T20:35:02","date_gmt":"2017-02-23T20:35:02","guid":{"rendered":"http:\/\/oberstedten.info\/?p=1977"},"modified":"2025-04-14T16:55:15","modified_gmt":"2025-04-14T16:55:15","slug":"oberstedter-muehlenwanderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oberstedten.info\/?p=1977","title":{"rendered":"Oberstedter M\u00fchlenwanderung"},"content":{"rendered":"<h4>M\u00fchlen am Dornbach<\/h4>\n<div id=\"attachment_2020\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2020\" class=\"wp-image-2020 \" src=\"http:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Dornbach-Zusammenfluss-300x225.png\" width=\"240\" height=\"182\" \/><p id=\"caption-attachment-2020\" class=\"wp-caption-text\">Zusammenfluss von Dornbach 1 und 2<\/p><\/div>\n<p>Das <strong>&#8222;Kalte Wasser&#8220;<\/strong> ist der n\u00f6rdliche oder obere <strong>Quellbach des Dornbaches<\/strong> und entspringt in der N\u00e4he des Klingenkopfes auf Bad Homburger Gebiet. Der Dorfbach in Oberstedter ist eigentlich der obere Dornbach 2. Der untere Dornbach\u00a01\u00a0oder &#8222;Alter Bach&#8220; entspringt in der N\u00e4he der Goldgrube, flie\u00dft durch das Mittelstedter Feld an der alten Gerichtslinde vorbei, bis beide B\u00e4che sich auf Bad Homburger Gebiet n\u00f6rdlich von der Central Garage bei der G\u00e4rtnerei Dinges zum eigentlichen Dornbach vereinigen. Der Dornbach verl\u00e4uft\u00a0weiter bis nach Gonzenheim und\u00a0wird\u00a0sp\u00e4ter zum Eschbach. Das Kalte Wasser\u00a0hei\u00dft aber bei\u00a0den Oberstedtern oberhalb des Dorfes &#8222;Altbach&#8220; und wird im Ort\u00a0allgemein Dornbach genannt. Auf der Karte von Google Maps taucht ab dem Forellengut beim Bachnamen\u00a0abwechselnd ein Gemisch von Kaltes Wasser, Eschbach und Dornbach auf.<br \/>\nDie Geschichte der Oberstedter M\u00fchlen und M\u00fcller am Dornbach ist sehr spannend von G\u00fcnter Spahn in der Chronik &#8222;Oberstedten im Taunus&#8220; beschrieben. Danach hatte der Dornbach hatte nie die gro\u00dfe Wassermenge des Urselbachs, trotzdem\u00a0konnten bisher 12 vom Bach angetriebene M\u00fchlen nachgewiesen werden.\u00a0Fr\u00fcher f\u00fchrte er noch deutlich mehr Wasser, bis\u00a0Stollen\u00a0zur Trinkwassergewinnung und andere Einfl\u00fcsse das Bachwasser verringerten.<\/p>\n<div id=\"attachment_2525\" style=\"width: 388px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2525\" class=\"wp-image-2525\" src=\"http:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Wassermuehle-e1492423699249.jpg\" alt=\"\" width=\"378\" height=\"452\" \/><p id=\"caption-attachment-2525\" class=\"wp-caption-text\">Wassernutzung einer Mahlm\u00fchle: 1. Oberschl\u00e4chtiges Wasserrad 2. Mehlsackf\u00fcllung 3. Zahnr\u00e4der aus Holz und Eisen 4. Mahlk\u00e4fig mit zwei M\u00fchlsteinen 5. Sch\u00fctteltrichter mit K\u00f6rnereinlauf 6. Sackaufzug<\/p><\/div>\n<p>Trotzdem wurden die M\u00fcller am Dornbach nicht reich. Sie\u00a0waren alle von\u00a0zus\u00e4tzlichen Eink\u00fcnfte aus Landwirtschaft und Viehzucht abh\u00e4ngig, wozu sie zus\u00e4tzliche Grundst\u00fccke ben\u00f6tigten. Eine Erlaubnis zum Bau einer M\u00fchle war sehr schwer vom Landesherren\u00a0zu bekommen und mit vielen Pflichten f\u00fcr den M\u00fchlenbetreiber und Abgaben an den Landesherren verbunden. Die anderen M\u00fchlenbetreiber achteten sehr darauf, dass\u00a0zus\u00e4tzliche Konkurrenz klein blieb und\u00a0hatten nicht selten Streit mit dem Nachbarn.<br \/>\nDie Oberstedter M\u00fchlen hatten alle &#8222;oberschl\u00e4chtige&#8220; M\u00fchlr\u00e4der, auf die das Wasser von oben f\u00e4llt und mit dem Wassergewicht das Rad antreibt. Die Wasserr\u00e4der waren teilweise sehr gro\u00df. Die M\u00fcller mussten oberhalb der M\u00fchlen Abzweigungen\u00a0mit\u00a0sehr schlau gef\u00fchrten Bachgr\u00e4ben bis zur Kopfh\u00f6he\u00a0der Wasserr\u00e4der f\u00fchren, die M\u00fchlgr\u00e4ben genannt wurden. In Oberstedten wurde sogar stellenweise der komplette Bachlauf verlegt, um die M\u00fchlen effektiver mit Bachwasser zu beliefern. Die Technik der \u00dcbertragung der Drehkraft des Wasserrades innerhalb der M\u00fchlen war\u00a0kompliziert, weshalb es f\u00fcr Bau, Wartung und Reparatur sogenannte &#8222;M\u00fchlendoktoren&#8220; gab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Oberstedter Wasserm\u00fchlen waren\u00a0in der Mehrzahl\u00a0<strong>Papier- oder Pappdeckelm\u00fchlen<\/strong>.\u00a0Einige davon waren urspr\u00fcnglich eine Mahlm\u00fchle, Fruchtm\u00fchle, Walkm\u00fchle\u00a0oder Pulverm\u00fchle.\u00a0Papier- und Pappdeckelm\u00fchlen zerkleinerten alte Lumpen mit Bachwasser vermischt zu einem Zellstoffbrei,\u00a0aus dem\u00a0im Sch\u00f6pfverfahren Papier oder Pappe hergestellt wurde. Oft wurden die Pappdeckel auf den Wiesen um die M\u00fchle getrocknet. Hochwertige Papiersorten wurden eher nicht hergestellt.<br \/>\nAnfang des 20. Jahrhunderts erg\u00e4nzte man den Antrieb einiger M\u00fchlen mit Kraftstoffmotoren oder Elektromotoren, da die geringe Wassermenge des Dornbachs ein durchg\u00e4ngig rentables Arbeiten nicht erm\u00f6glichte. Trotzdem waren die kleinen Wasserm\u00fchlen dem Konkurrenzdruck der\u00a0aufkommenden Gro\u00dfm\u00fchlenindustrie nicht gewachsen. Am l\u00e4ngsten konnten sich die Oberstedter Pappenm\u00fchlen behaupten.\u00a0Die letzte M\u00fchle stellte\u00a01977 ihren Betrieb ein.<br \/>\nAm &#8222;scharfen Eck&#8220; in Oberstedten vor dem Zeitschriftenladen steht zur Erinnerung an die Zeit der M\u00fchlen der <strong>&#8222;Stedter M\u00fchlenbrunnen&#8220;.\u00a0<\/strong>Er wurde\u00a01997\u00a0aus Kollergangsteinen der H\u00f6lschers Pappenm\u00fchle hergestellt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die 12 Oberstedter M\u00fchlen:<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2054\" src=\"http:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Hoelschersmuehle-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Hoelschersmuehle-300x225.png 300w, https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Hoelschersmuehle-510x382.png 510w, https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Hoelschersmuehle.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>\u2297\u00a0 Unterhalb des\u00a0Forellenguts steht am Oberlauf des Dornbaches die\u00a0<strong>&#8222;H\u00f6lschers M\u00fchle&#8220;.\u00a0<\/strong>Sie ist die j\u00fcngste der M\u00fchlen und wurde 1848 als Pappdeckelm\u00fchle gebaut. Sie\u00a0musste 1891 neu errichtet werden, nachdem sie fast vollst\u00e4ndig abgebrannt war. Ab 1919 erhielt das Wasserrad Unterst\u00fctzung durch einen Verbrennungsmotor und sp\u00e4ter einem Elektromotor. Nachdem schon 1946 das M\u00fchlrad abgebaut worden war, stellte die M\u00fchle 1971 endg\u00fcltig ihre Produktion ein.<\/p>\n<p>\u2297\u00a0 Ein Johannes Hartert zog nach der Chronik der Familie im Jahr 1690 mit Frau und Kindern von Brandoberndorf nach K\u00f6ppern. Dort\u00a0kaufte er die seit dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg verfallene H\u00fcttenm\u00fchle, auch Waldm\u00fchle genannt und betrieb sie als Papierm\u00fchle. 1703 verkaufte er die M\u00fchle wieder, um dann nach Oberstedten zu gehen und dort erneut eine Papierm\u00fchle zu betreiben.\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2055\" src=\"http:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Harderdsmuehle2-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Harderdsmuehle2-300x225.png 300w, https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Harderdsmuehle2-510x382.png 510w, https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Harderdsmuehle2.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Unter seinen zahlreichen Nachkommen findet man Berufsbezeichnungen wie &#8222;Lumpensammler auf der Oberstedter Papierm\u00fchle&#8220;, &#8222;Papiermacher zu Oberstedten&#8220;, &#8222;Papierm\u00fcller zu Oberstedten&#8220;, &#8222;Papiermachermeister zu Oberstedten&#8220;, \u00a0&#8222;Landwirt und Pappfabrikant zu Oberstedten&#8220;, &#8222;M\u00fchlarzt&#8220; und zuletzt &#8222;Pappdeckelfabrikant und Gastwirt&#8220;. Der Name\u00a0seiner Nachkommen \u00e4nderte sich sp\u00e4ter in &#8222;Hardert&#8220;. Aus noch vorhandenen\u00a0Schriftst\u00fccken kann\u00a0man schlie\u00dfen, dass\u00a0er\u00a0eventuell zuerst\u00a0die sp\u00e4tere &#8222;Krieslers M\u00fchle&#8220;\u00a0in Oberstedten kaufte und als Papierm\u00fchle betrieb und einer seiner Nachkommen sp\u00e4ter die <strong>&#8222;Hardertsm\u00fchle&#8220;<\/strong>\u00a0neu\u00a0baute.<\/p>\n<div id=\"attachment_1996\" style=\"width: 223px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1996\" class=\"wp-image-1996 \" src=\"http:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Hardertsmuehle-e1487186731540.png\" width=\"213\" height=\"333\" \/><p id=\"caption-attachment-1996\" class=\"wp-caption-text\">Hardertsm\u00fchle: Gr\u00f6\u00dftes M\u00fchlrad S\u00fcddeutschlands<\/p><\/div>\n<p>Schriftlich ist belegt, dass Johann Stephan Hardert\u00a01835 die amtliche Erlaubnis erhielt, eine Pappdeckelm\u00fchle zu bauen.\u00a01887 vernichtete ein Gro\u00dffeuer das Anwesen, mit Ausnahme der Scheune, die bis heute erhalten ist. Beim Neuaufbau der M\u00fchle wurde der M\u00fchlbach in Rohre gefasst und die Wasserkraft erheblich gesteigert. Ein schmales, aber im Durchmesser \u00a0riesiges M\u00fchlrad wurde gebaut. Das in ein Rohr gefasste Wasser schoss vor dem M\u00fchlrad mit gro\u00dfer Gewalt acht Meter im Rohr empor und trieb das oberschl\u00e4chtige Wasserrad mit gro\u00dfer Kraft an.<br \/>\nSeit 1894\u00a0wurde die Hardertsm\u00fchle durch Ausschank von Apfelwein zus\u00e4tzlich zu einem\u00a0Gasthaus. Heinrich Hardert verkaufte 1901 das Anwesen. Nach den zwischenzeitlichen Besitzern\u00a0\u00fcbernahm das\u00a0Ehepaar Braun die M\u00fchle 1925 und erweiterten den Gastst\u00e4ttenbetrieb. Die Pappdeckelproduktion wurde 1940 nach einem schweren Frostschaden am M\u00fchlwerk eingestellt und das riesige Wasserrad\u00a0einige Jahre sp\u00e4ter\u00a0abgerissen.\u00a0Das Foto\u00a0zeigt das offengelegte Wasserrad.<br \/>\nDie Hardertsm\u00fchle hatte sich mit der Gartenwirtschaft zunehmend zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt. Im Jahr 1990 erz\u00e4hlte\u00a0der alte Herr Braun\u00a0bei einem Besuch zu dem Foto vom Abriss des Wasserrades: <em>&#8222;Schon als Kind musste man bei der Pappenherstellung helfen. Unser riesiges M\u00fchlrad hatte einen Durchmesser von 10,60 m und war das gr\u00f6\u00dfte Wasserrad in ganz S\u00fcddeutschland. Das Foto zeigt, wie es 1953 abgerissen wurde. Die Pappenm\u00fchle lohnte sich nicht mehr. Der Bach f\u00fchrte immer weniger Wasser, weil das Wasser vieler Quellen in die Trinkwasserbeh\u00e4lter geleitet wurde. Au\u00dferdem durften wir das schmutzige Wasser, das bei der Herstellung von Pappe entsteht, nicht mehr in den Bach leiten. Im Winter wollte auch keiner mehr die nasse und schwere Arbeit tun.&#8220;<\/em><br \/>\nWer in Oberstedten, Oberursel oder Bad Homburg aufgewachsen ist, war irgendwann einmal am Wochenende auf der Hardertsm\u00fchle, hat dort herrlich frischen Kuchen\u00a0gegessen, einen selbst gekelterten Apfelwein getrunken\u00a0und vielleicht auch eine Runde Minigolf gespielt. 1991 wurde die Gastst\u00e4tte geschlossen und in den R\u00e4umen der Hardertsm\u00fchle ein Hotel er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2232 size-medium\" src=\"http:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Fischers-Muehle3-1-300x216.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Fischers-Muehle3-1-300x216.png 300w, https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Fischers-Muehle3-1-768x554.png 768w, https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Fischers-Muehle3-1.png 952w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>\u2297\u00a0 Eine Mahlm\u00fchle wurde 1835\u00a0etwas unterhalb der Hardertsm\u00fchle gebaut, die heute nach dem letzten Besitzer <strong>&#8222;Fischers M\u00fchle&#8220;<\/strong> benannt ist.\u00a0Der erste\u00a0Eigent\u00fcmer\u00a0verkaufte sie schon bald wieder an einen Nachfolger,\u00a0der dann viel Streit mit\u00a0benachbarten M\u00fchlen- und Wiesenbesitzern hatte.\u00a01859\u00a0erwarb der M\u00fcller\u00a0Fischer die M\u00fchle und r\u00fcstete sie als Pappdeckelm\u00fchle um. Er f\u00fchrte die M\u00fchle im guten Einvernehmen mit den Nachbarn. Die M\u00fchle ist bis heute im Besitz der Familie Fischer.\u00a0Nach 1900\u00a0r\u00fcstete man die M\u00fchle auf Antrieb mit Benzin- und sp\u00e4ter mit Elektromotor um. Als letzte produktive M\u00fchle in Oberstedten\u00a0erzeugte\u00a0die &#8222;Fischers M\u00fchle&#8220;\u00a0noch bis 1977 Pappdeckel.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2058\" src=\"http:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Kulturdenkmal-7-Oberstedten-1-300x224.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Kulturdenkmal-7-Oberstedten-1-300x224.png 300w, https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Kulturdenkmal-7-Oberstedten-1-768x574.png 768w, https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Kulturdenkmal-7-Oberstedten-1-510x382.png 510w, https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Kulturdenkmal-7-Oberstedten-1.png 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>\u2297\u00a0 Im heutigen Furtweg 20\u00a0wurde nach 1796 die\u00a0<strong>&#8222;Zin\u00df&#8217;sche M\u00fchle&#8220;<\/strong> erbaut. Nach anf\u00e4nglicher Papierproduktion wechselte man schon bald auf die Herstellung von Pappdeckeln. Die Pappdeckelhersteller versuchten Wiesengel\u00e4nde in der N\u00e4he zu erwerben, das mehr Fl\u00e4che zum Trocknen der Pappdeckelplatten geboten h\u00e4tte. Das gelang aber nicht wegen des Widerstands der Wiesenbesitzer. Der preu\u00dfische Statt erwarb die M\u00fchle im Jahr 1885, stellte den M\u00fchlenbetrieb ein, brach das M\u00fchlengeb\u00e4ude ab und baute an deren Stelle ein Forsthaus. Der M\u00fchlgraben wurde weiter nach Norden an den Weg verlegt, der alte Graben auf dem Gel\u00e4nde mit Abbruchschutt verf\u00fcllt. Die ehemalige Trockenscheune blieb bestehen. Das &#8222;Forsthaus Goldgrube&#8220; ging 1962 in Privatbesitz \u00fcber. 1999 wurde das Forsthaus durch einen Neubau im historischen Stil ersetzt. Die unter Denkmalschutz stehende ehemalige Fachwerktrockenscheune der Zin\u00df&#8217;schen M\u00fchle wurde 1999 aufw\u00e4ndig restauriert. Sie geh\u00f6rt zu den <a href=\"http:\/\/oberstedten.info\/?p=1779\">sieben\u00a0Kulturdenkm\u00e4lern von Oberstedten.<\/a><\/p>\n<p>\u2297\u00a0 Die &#8222;<strong>Krieslers M\u00fchle&#8220;<\/strong> in der Stra\u00dfe Zum Hainm\u00fcller k\u00f6nnte die M\u00fchle sein, die Johannes Hartert 1703 als Papierm\u00fchle \u00fcbernahm, nachdem er die H\u00fcttenm\u00fchle in K\u00f6ppern verkauft hatte. Aus den Akten geht aber erst ab 1799 gesichert der Name Hartert als Besitzer hervor. Er klagte \u00fcber schlechte Gesch\u00e4fte in &#8222;nahrungslosen Zeiten&#8220;, weshalb er seine M\u00fchlenpacht zeitweise nicht zahlen konnte. Auch\u00a0sein Sohn klagte sp\u00e4ter als nachfolgender M\u00fcller dar\u00fcber, dass er in den feuchten Wintern die Pappe nicht trocknen konnte und beantragte, einen zweiten Mahlgang als Mahlm\u00fchle errichten zu d\u00fcrfen. Gegen die Proteste der anderen\u00a0M\u00fcller in Oberstedten durfte er bis 1840 im Wechsel Mehl mahlen und Papier herstellen. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2026\" src=\"http:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Krieslermuehle-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/>1840 verkaufte er die M\u00fchle, die nach Zwischenbesitzern 1863 als reine Papierm\u00fchle in den Besitz von Johannes Krie\u00dfler kam. Der\u00a0nahm mit viel technischem Verst\u00e4ndnis allerhand effektive Umbauten vor. Aber die Wassermenge des Dornbaches reichte trotzdem nicht mehr, weshalb die Nutzung des Wasserrades 1920 aufgegeben und die M\u00fchle 1937 verkauft wurde.<br \/>\nFriedrich Kriesler\u00a0\u00fcbernahm nach dem Verkauf der Oberstedter Pappdeckelm\u00fchle die sogenannte &#8222;Kl\u00f6tzefabrik&#8220; am Urselbach, eine ehemalige Wollspinnerei, die mit modernen Turbinen ausgestattet war. Hier stellte er umweltschonend Pappe aus Altpapier her. Durch erh\u00f6hte Anforderungen an den Umweltschutz (Gew\u00e4sserbelastung) musste er 1981 die Pappenproduktion endg\u00fcltig einstellen. Heute ist\u00a0auf dem\u00a0ehemaligen Gel\u00e4nde\u00a0von Krieslers Pappenfabrik das beliebte Oberurseler Wohngebiet &#8222;Hans-Rother-Steg&#8220;.<br \/>\nDie Geb\u00e4ude der ehemaligen &#8222;Krieslers M\u00fchle&#8220; in Oberstedten wurden als Kinder- und Kurheim und ab 1963 als Gro\u00dfg\u00e4rtnerei genutzt. In der G\u00e4rtnerei Dinges z\u00fcchtete man herrliche neue Orchideenarten, die auf internationalen Fachausstellungen hohe Auszeichnungen bekamen. Mit ihren Namen &#8222;Taunusgold&#8220; und Beinamen Oberstedten, Oberursel u.\u00e4. verliehen diese Orchideenarten unserem Ort auch international einen guten Klang. 1996 wurde die G\u00e4rtnerei durch neue Privateigent\u00fcmer erworben, die G\u00e4rtnerei abgebrochen und das Gel\u00e4nde renaturiert. Die Geb\u00e4ude der ehemaligen M\u00fchle werden heute als Wohnanlage &#8222;Hainm\u00fchlenhof&#8220; privat genutzt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2057\" src=\"http:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Neumannsmuehle1-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Neumannsmuehle1-300x225.png 300w, https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Neumannsmuehle1-510x382.png 510w, https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Neumannsmuehle1.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>\u2295\u00a0 Am Bachlauf des Dornbachs folgt Im Gartenfeld 25 als n\u00e4chste die\u00a0ehemalige Papierm\u00fchle <strong>&#8222;Neumanns M\u00fchle&#8220; <\/strong>oder<strong> &#8222;Pohls M\u00fchle&#8220;.\u00a0<\/strong>Sie wurde schriftlich erstmals 1713 als herrschaftliche Erbleihm\u00fchle erw\u00e4hnt. Auch hier tauchte bald der Name &#8222;Hardert&#8220; als Besitzer auf. Die Nachkommen der Familie Hartert bewirtschafteten die M\u00fchle bis Ende des 18. Jahrhunderts. Danach wechselten die Besitzer mehrfach. Wie bei vielen anderen M\u00fchlen in dieser Zeit \u00fcblich, konnte ein Besitzer 1870 auch die Neumanns M\u00fchle f\u00fcr eine betr\u00e4chtliche Summe aus dem Erbpachtverh\u00e4ltnis mit dem preu\u00dfischen Staat abl\u00f6sen. In der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts tauchte als Besitzer der Name Raab auf (&#8222;Raabs Pappdeckelm\u00fchle&#8220;). Raabs Bruder Nachkommen wird sp\u00e4ter im Gastst\u00e4ttenbereich bekannt. Er er\u00f6ffnet eine der ersten Gastst\u00e4tten Oberstedtens in der Friedrichstra\u00dfe 1. Seine Nachkommen bauen sp\u00e4ter gegen\u00fcber die Gastst\u00e4tte &#8222;Zum Taunus&#8220;, bis heute als &#8222;Tante Anna&#8220; eine der letzten verbliebenen traditionellen Gastst\u00e4tten in Oberstedten. Der Name &#8222;Neumanns M\u00fchle&#8220; stammt von einem Besitzer, der die M\u00fchle 1907 ersteigerte. Seine Nachkommen, die Familie Adolph, besitzen und bewohnen die M\u00fchle bis heute. Ende des 2. Weltkriegs wird das Hauptgeb\u00e4ude burch eine Fliegerbombe getroffen und stark besch\u00e4digt. In den 60er-Jahren wurde die Produktion von Pappdeckeln eingestellt.<\/p>\n<p>\u2297\u00a0 Die <strong>&#8222;Spelzm\u00fchle&#8220;<\/strong> stand Am alten Bach 19-29, wo wir heute eine gro\u00dfe Wohnanlage finden. Ihren Namen hat sie von der Getreidesorte Dinkel, die auch Spelz genannt wird. Diese alte Getreidesorte findet seit einigen Jahren durch die \u00d6kobewegung wieder zunehmend Freunde. Wenn sie noch nicht ganz reif geerntet wird, kommt sie als Gr\u00fcnkern in Speisen auf den Tisch. Wann die M\u00fchle erbaut wurde, l\u00e4sst sich nicht mehr feststellen. Bis 1735\u00a0war sie scheinbar schon so heruntergekommen, dass beim ersten schriftlich niedergelegten Kauf nur noch das Grundst\u00fcck bewertet werden konnte. Im selben Jahr als Mahlm\u00fchle von einer Baronin wieder aufgebaut,\u00a0mahlte\u00a0sie Getreide unter mehreren Besitzern, bis sie 1834 von Georg Kofler\u00a0erworben wurde. Der reparierte die M\u00fchle von Grund auf und forderte daf\u00fcr ein Vorrecht der Erbleihm\u00fcller von der Herrschaft ein. Danach\u00a0hatten die Erbleiher das Recht,\u00a0kostenlos Steine und Holz aus dem herrschaftlichen Wald zu bekommen. Auch\u00a0bei dieser M\u00fchle\u00a0wurde die Erbpacht 1871 abgel\u00f6st. Sp\u00e4ter ging die M\u00fchle vollst\u00e4ndig in Privateigentum der Familie Kofler \u00fcber. Nach 1925 wurde auf der Spelzm\u00fchle kein Spelz mehr gemahlen, sondern nur noch Roggen geschrotet, meistens f\u00fcr das eigene Vieh. Das M\u00fchlrad wurde 1953 unbrauchbar und die M\u00fchle 1983 f\u00fcr eine gro\u00dfe Wohnanlage komplett abgerissen. Die Familie Kofler siedelte um auf einen landwirtschaftlichen Hof am Ortsrand im Mariannenweg. Dort betreibt die Familie bis heute eine Landwirtschaft und einen stetig wachsenden Hofladen, wo Pflanzen und gute regionale Produkte angeboten werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2032\" src=\"http:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Muehle-im-Gericht-300x270.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"270\" \/>\u2297\u00a0 Die \u00e4lteste M\u00fchle Oberstedtens ist wohl die herrschaftliche <strong>&#8222;M\u00fchle im Gericht&#8220;<\/strong> in der Kirchstra\u00dfe 21, die hier mindestens seit 1492 steht.\u00a0In diesem Jahr wurde sie\u00a0vom Grafen Philipp von Hanau an Henchin von Mollern \u00fcbertragen, wor\u00fcber es schriftliche Dokumente gibt. Sie\u00a0war eine herrschaftliche Bannm\u00fchle, die von den Bauern in Ober- und Niederstedten f\u00fcr das Mahlen ihrer Ernte zwingend in Anspruch genommen werden musste. Im Jahr 1749 wollte der damalige M\u00fcller gerne seine Eink\u00fcnfte durch den Ausschank eines &#8222;Haustrunks&#8220; aufbessern, was aber von der landgr\u00e4flichen Regierung nicht genehmigt wurde. Bei der Ablehnung spielte auch eine Rolle, dass man Konkurrenz f\u00fcr das Bier der f\u00fcrstlichen Brauerei verhindern wollte. Im Jahr 1774 \u00fcbernahm Johann Friedrich Kofler die M\u00fchle. Sie blieb im Besitz der Familie, bis im Jahre 1925\u00a0der\u00a0M\u00fchlenbesitzer\u00a0einen schweren Unfall bei Arbeiten in der M\u00fchle erlitt und der M\u00fchlenbetrieb eingestellt wurde.<\/p>\n<p>\u2297\u00a0\u00a0Im Bereich der Hauptstra\u00dfe 9 wurde im Jahr 1580\u00a0ein herrschaftlicher Teich angelegt. Es ist nicht mehr zu ermitteln, wann an den Teich die <strong>&#8222;M\u00fchle am Teich&#8220;<\/strong> gebaut wurde,\u00a0die man auch &#8222;Unterm\u00fchle&#8220; nannte. 1692 wurde dem Besitzer\u00a0&#8222;auf ewige Tage&#8220; eine &#8222;v\u00f6llige dienstfreyheit&#8220; vom Landgrafen zugestanden. Offenbar hatte er sich in anderen Bereichen, beispielsweise im Salzwerk des Landgrafs, als technisch sehr erfindungsreicher Mann erwiesen.\u00a0Wie bei vielen M\u00fchlen, wechselten die M\u00fchlenbesitzer sp\u00e4ter sehr oft.\u00a0Als 1833\u00a0der herrschaftliche Teich Gemeindeeigentum wurde, legte man ihn trocken. Das Teichgel\u00e4nde wurde bebaut. Auf alten Karten ist dieser Teich noch eingezeichnet. Die M\u00fchle arbeitete\u00a0auch nach der Trockenlegung des Teichs weiter, denn sie lag weiterhin am Dornbach.\u00a0\u00a0Von 1850 bis 1888 beherbergte sie eine Wollspinnerei. Danach wurde sie stillgelegt und vollst\u00e4ndig abgerissen.<\/p>\n<div id=\"attachment_2038\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2038\" class=\"wp-image-2038 size-medium\" src=\"http:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Rentmeistermuehle-Preisschild-300x106.png\" width=\"300\" height=\"106\" srcset=\"https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Rentmeistermuehle-Preisschild-300x106.png 300w, https:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Rentmeistermuehle-Preisschild.png 718w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-2038\" class=\"wp-caption-text\">Leckere Produkte erh\u00e4lt man heute in der Rentmeisterm\u00fchle am Platzenberg 22<\/p><\/div>\n<p>\u2297\u00a0 Zu den ehemals Oberstedter M\u00fchlen z\u00e4hlt man auch die <strong>M\u00fchlen am Platzenberg<\/strong>, die heute auf Bad Homburger Gebiet liegen. Am Platzenberg ist von Oberstedten aus die erste die <strong>&#8222;Rentmeisterm\u00fchle&#8220;.<\/strong> Die Herkunft des Namens ist nicht genau zu kl\u00e4ren. Sie war gleichzeitig Walk- und kleine Mahlm\u00fchle. Wahrscheinlich ist sie in der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts gebaut worden. Im Jahr 1892 \u00fcbernahm Herrmann Roth die M\u00fchle. Im 20. Jahrhundert konnte auch die Installation eines Verbrennungsmotors und eines Elektromotors die M\u00fchle nicht vor der Stilllegung im Jahr 1968 bewahren. Die M\u00fchlengeb\u00e4ude sind heute immer noch im Besitz der Nachkommen des letzten M\u00fchlenbetreibers, die jetzt leckere Lik\u00f6re, Schn\u00e4pse, Apfelwein und Fruchts\u00e4fte produzieren und direkt vertreiben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2059 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/IMG_20170223_122809-e1488648194808-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/p>\n<p>\u2297\u00a0 Am Platzenberg finden wir direkt neben der\u00a0Rentmeisterm\u00fchle die <strong>&#8222;Kr\u00e4uterm\u00fchle&#8220;.<\/strong> Den Namen hat sie von den vielen G\u00e4rten der Bauern, die hier auf feuchtem gutem Boden ihr Gem\u00fcse anpflanzten.\u00a0Aus einem Dokument von 1780 geht hervor, dass auch diese M\u00fchle gleichzeitig eine Walk- und kleine Mahlm\u00fchle war. Sp\u00e4ter wurde sie von einem neuen Eigent\u00fcmer als Fruchtm\u00fchle umger\u00fcstet. Ab 1874\u00a0produzierte sie unter dem\u00a0neuen\u00a0Besitzer Bender Pappdeckel. Die Herstellung von Pappe wurde erst 1976 eingestellt. Im Vortaunusmuseum kann man die Maschinen der M\u00fchle besichtigen, mit denen Pappe hergestellt wurde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2033 size-medium\" src=\"http:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Proeckenmuehle-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/>\u2297\u00a0 Der Landgraf brauchte eine Pulverm\u00fchle und so erhielt Johannes Ernst Lipphart im Jahr 1699 den Auftrag, eine Pulverm\u00fchle zu errichten. Dazu erhielt er auch die Genehmigung,\u00a0nach Salpeter an Mauern und in Gew\u00f6lben im Bereich Homburg zu graben. Schwefel kauft er hinzu und gute Holzkohle\u00a0war im Taunus einfach zu beschaffen. Die <strong>&#8222;Proeckenm\u00fchle&#8220;<\/strong> (siehe Bild ganz oben) wurde\u00a0in einiger Entfernung von den beiden anderen M\u00fchlen errichtet, denn Pulverm\u00fchlen waren nicht ungef\u00e4hrlich. Weil die Gesch\u00e4fte schlecht gingen, produziert die M\u00fchle sp\u00e4ter Str\u00fcmpfe, Tabak und wurde auch zur Mahl- und Fruchtm\u00fchle. Nach unz\u00e4hligen Besitzerwechseln mit einigen Konkursen erwarb sie 1862\u00a0Friedrich Kofler. Sie wurde dann innerhalb der Familie immer weitervererbt. Seit den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts\u00a0wurde der Mahlbetrieb eingestellt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1385 alignnone\" src=\"http:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/ICONC063-e1483878233268.png\" alt=\"\" width=\"37\" height=\"41\" \/>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1386 alignnone\" src=\"http:\/\/oberstedten.info\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/BIKING_B-300x274.png\" alt=\"\" width=\"40\" height=\"34\" \/>\u00a0ca. 5 km einfach \u00bb Die leichte M\u00fchlenwanderung kann man bachabw\u00e4rts oder nat\u00fcrlich auch bachaufw\u00e4rts machen. Im letzten Fall w\u00e4re eine sch\u00f6ne Wanderung am Sonntagvormittag empfehlenswert, an deren Ende eine Einkehr im alten Forellengut lockt. Hier gibt es allerbesten frischen Fisch aus sauberem &#8222;kalten Wasser&#8220; des Dornbachs, aber auch gute Schnitzel und Hausmannskost.\u00a0Die Wanderung f\u00fchrt durch sehr sch\u00f6ne Oberstedter Landschaft, aber auch durch die alten Gassen des Dorfs. Wenn man wochentags bachabw\u00e4rts wandert, lohnen sich Eink\u00e4ufe im &#8222;Hofladen Kofler&#8220; im Mariannenweg, den Nachfahren einer alten M\u00fcllerfamilie oder in der\u00a0&#8222;Rentmeisterm\u00fchle&#8220; am Platzenberg 22, wo man selbst hergestellte Lik\u00f6re, Schn\u00e4pse, Fruchts\u00e4fte und verschiedene veredelte Apfelweinsorten\u00a0bekommen kann.<br \/>\nFalls man nicht so gut zu Fu\u00df ist, w\u00e4re es empfehlenswert, mit dem Stadtbus nach Bad Homburg\u00a0bis zum Hirschgarten zu fahren. Von dort\u00a0ist es nicht weit bis zum Forellengut und der ersten M\u00fchle der Tour. Am Schluss kann man am Platzenberg nach der &#8222;Proeckenm\u00fchle&#8220; weiterwandern, bis man\u00a0nach ca. 700 m von der Central Garage wieder mit dem Stadtbus nach Oberstedten fahren kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.komoot.de\/tour\/14286093\/embed\" width=\"640\" height=\"440\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fchlen am Dornbach Das &#8222;Kalte Wasser&#8220; ist der n\u00f6rdliche oder obere Quellbach des Dornbaches und entspringt in der N\u00e4he des Klingenkopfes auf Bad Homburger Gebiet. Der Dorfbach in Oberstedter ist eigentlich der obere Dornbach 2. 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